Einsatzgebiet
Der SH ARCALYZER ist ein universeller Analysator für ARCNET- Netzwerke mit Bitraten von 19 Kbps bis 10 Mbps.
Er besteht aus einer speziellen Hardware, einem Interfacemodul zur Anschaltung an ein Koax, RS-485- oder Lichtwellenleiter basierendes ARCNET-Netzwerk, sowie der Software für Windows 2000, Windows XP oder Windows Vista.
Vorteile des SH ARCALYZER
Herkömmliche ARCNET-Analysatoren setzen in der Regel auf ARCNET-Controllerchips wie den COM20020 auf und bieten nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten. Dagegen verwendet der SH ARCALYZER eine speziell entwickelte Hardware. Ein 1 MBit großer Zwischenspeicher (FIFO) auf der Karte stellt sicher, dass auch bei nicht echtzeitfähigen Betriebssystemen wie Windows bei hohem Datenaufkommen keine Daten verloren gehen.
Die Einsatzgebiete des SH ARCALYZER sind:
• die Inbetriebnahme und die Abnahme von Netzwerken
• die Fehlersuche in Netzwerken
• das Debugging von Produkten mit ARCNET-Netzwerkanschluss in der Entwicklungsphase.
Funktionsweise
Die Schaltzentrale
Hier können Sie die verschiedenen Funktionen von SH ARCALYZER aufrufen, Betriebsarten einstellen sowie globale Einstellungen, zum Beispiel der Bitrate und der Timeouts, vornehmen.
Protokollmonitor
Der Protokollmonitor kann alle Elemente des ARCNET-Protokolls (ITT, FBE, ACK, NAK, RECON, PAC) mit einem Zeitstempel versehen auflisten. Hinzu kommt die Darstellung beschädigter Elemente (UNKNOWN) und externer Ereignisse (EXT). Umfangreiche Filtermöglichkeiten erleichtern die gezielte Auswahl. Im Feld “Status” werden u.a. Timeouts und fehlerhafte Pakete angezeigt. Bei Datenpaketen ist sofort erkennbar, wie viele Sendeversuche für ihre Übertragung benötigt wurden oder ob Sendeversuche abgebrochen wurden. Aufzeichnungen des ARCNET-Protokollverkehrs (Record-Datei oder Protokollmonitor) können auch vom Auftreten eines externen oder internen Triggerereignisses ausgelöst werden. Eine Suchfunktion ermöglicht die gezielte Suche nach ARCNET-Elementen, ggf. auch unter Einschränkung auf Sender oder Empfänger, bei Paketdaten auch auf Teile ihres Inhalts.
Statistiken
Eine Vielzahl von Ereigniszählern gewährt einen schnellen Überblick z.B. über die Zahl der Rekonfigurationen, Pakete etc. Es gibt sowohl globale Zähler als Zähler für einzelne Knoten.
Grafische Netzliste
Mit Hilfe der Netzliste erkennt man auf einen Blick, welche Knoten gerade im Netzwerk sind und in welchem Zustand sie sich befinden. Mit einer Snapshot-Funktion kann man aktuelle Zustand einfrieren. Abweichungen von diesem Zustand werden farblich markiert, so dass z.B. Knoten, die das Netzwerk verlassen oder hinzukommen, auf einen Blick sichtbar werden. Selbst bei “Netzwerken” mit nur einem Knoten wird angezeigt, welche Adresse der Knoten besitzt. Es ist möglich, bestimmte Daten in der Netzliste visualisiert darzustellen, z.B. die Netzwerkbelastung durch PAC-Sendung (siehe Bild). Dadurch kann man auf einen Blick sehen, welche Knoten das Netzwerk in welchem Umfang belasten.
Darüberhinaus ist es möglich, die Anzahl der ARCNET-Elemente (ITT, FBE, PAC, ACK, NAK, RECON) auf dieselbe Art visualisiert darzustellen. Gleichzeitig können Sie in dieser Darstellung den visualisierten Wert individuell für jeden Knoten über die Quickinfo abfragen.
Logfunktion
Im Log werden alle wichtigen Vorgänge im Netzwerk festgehalten: Rekonfigurationen, Knoten, die das Netzwerk betreten oder verlassen, sowie Fehlerzustände aller Art.
Weitere Funktionen:
• Erkennung und Überwachung der im Netzwerk verwendeten Bitrate sowie der Timeouteinstellungen aller Knoten
• Erkennung fehlerhafter Protokollelemente (UNKNOWN)
• Zeitstempel mit 100 ns Auflösung
• Erkennung der Knotenadresse, auch wenn nur ein Knoten im Netzwerk vorhanden ist
• Simulationsmodus: Aufgezeichnete Daten können in Echtzeit wiedergegeben werden
• Plugin-Schnittstelle (optional): Der Anwender hat die Möglichkeit, die Visualisierung seiner Nutzdaten (PAC) selber durchzuführen. Für die Plugin-Schnittstelle ist kostenlose Beispielsoftware erhältlich, die dem Anwender als Basis für eigene Plugins dienen kann.
• Paketmonitor (optional): Paketdaten können damit strukturiert dargestellt werden
• Konfigurierbare Soundausgabe. Der Anwender hat die Möglichkeit, beim Auftreten bestimmter Ereignisse ein akustisches Signal (WAV-Datei) über die Soundkarte auszugeben. Z.B. kann SH ARCALYZER so konfiguriert werden, dass bei jedem RECON ein Gong ertönt.
• getriggerte Aufzeichnung: Aufzeichnungen des ARCNET-Protokollverkehrs (Record-Datei oder Protokollmonitor) können vom Auftreten eines Triggerereignisses abhängig gemacht werden. Auch Mehrfachtriggerung, die Triggerung über externe Eingänge (mit optionaler Extenderbox) sowie die zeitgesteuerte Aufzeichnung ist möglich.
• Der integrierte COM20022 ARCNET-Controller ist über den Treiber ansprechbar
• Alarme können über einen Buffer- oder einen Relaisausgang an eine externe Hardware (z.B. Oszilloskop oder Signallampe) weitergeleitet werdennach außen signalisiert werden (mit optionaler Extenderbox)
• Ausführliche Online Hilfe
• Software in Deutsch und Englisch
• Triggersignal Ausgabe: Beim Erkennen bestimmter Ereignisse (z.B. ITT an Knoten x oder Auftreten eines Alertbursterrors) kann ein Triggersignal auf der Extenderbox (optional) ausgegeben werden, das zum Triggern eines angeschlossenes Oszilloskop benutzt werden kann. Damit ist es z.B. möglich, die Signalform eines beliebigen Knotens im Netzwerk zu überprüfen, ohne den Knoten isolieren zu müssen.
Bis auf die Plugin Schnittstelle (eingeschränkter Betrieb), den Paketmonitor und die Extenderbox sind alle Funktionen im Basispaket von SH ARCALYZER enthalten.
Die voll funktionsfähige Plugin Schnittstelle sowie der Paketmonitor können jederzeit durch den Erwerb eines Lizenzfiles nachgerüstet werden.
Mindestanforderungen an den Hostrechner
• 64 MB RAM, empfohlen 128 MB oder mehr
• Pentiumprozessor (oder äquivalent mit) >= 133 Mhz, empfohlen 300 MHz oder mehr insbesondere bei hohen Bitraten
• 20 MB freier Festplattenplatz
• Bildschirmauflösung 800 x 600, empfohlen 1024 x 768 oder mehr
• Internet Explorer von Microsoft, ab V04.00
• PCMCIA Slot für Karte vom Typ 2



